Bürger & Gemeinde
 
 
 
 

 

 

Die Klosteranlage Öhningen

 

Ansicht von Süden


Das ehemalige Augustiner Chorherrenstift

Die Klostergründung geht auf das Jahr 965 zurück. Kaiser Otto I bestätigt dem Grafen Kuno zu Öhningen in einer Urkunde ein Privileg für die Kirche zu Öhningen, die er auf Eigengut erbaute. Mit der Urkunde wurden ihm auch die zum notwendigen Unterhalt eines Klosters entsprechenden Besitztümer übertragen. Erste Bautätigkeit des Klosters wird im 13. Jahrhundert nachgewiesen.
Als Augustiner-Chorherrenstift hatte das Kloster bis zur Auflösung im Rahmen der Säkularisierung im Jahre 1803 bestanden.
Die Auswirkungen der Reformation und des Bauernaufstandes bewirkten im 16. Jahrhundert die Einverleibung des Klosters an das Hochstift Konstanz. Damit begannen umfangreiche Bauarbeiten. Die noch bestehenden Kloster- und Kirchenbauten stammen aus dem 17. Jahrhundert. - Heute befindet sich in den Konventbauten das Pfarrhaus, Gemeinde- und Kommunikationsräume, verschiedene Wohnungen und Künstlerateliers.

Der Konventsaal
Ein Schatzkästlein öffnet sich uns beim Eintritt in den Konventsaal im Obergeschoss und erinnert an die Vergangenheit des Öhninger Klosters aus dem 18. Jahrhundert. Barocke Raumdekorationen und Rokokostuck geben dem Raum eine wertvolle künstlerische Ausstattung.

Die ehemalige Vogtei des Klosters, das Haus des fürstbischöflichen Obervogtes (um 1640/50) dient heute als Rathaus und wurde im Jahr 2004 umfangreich renoviert.

Die Stiftskirche, heute Kath. Pfarrkirche St. Hippolyt und Verena ist im Stil der späten Renaissance erbaut. Der einfache Kirchenbau wird durch viele hervorragende Kunstschätze stark aufgewertet. In den Jahren 1973/74 wurde die Pfarrkirche im Innenraum vollständig neu instandgesetzt und sämtliche Kunstgegenstände wurden restauriert.

In der Kapelle „Maria zum guten Trost“
- an der Nordseite des Klosterareals - befindet sich eine Gruft mit Grabnischen
der Öhninger Konventualen.   

Schöne, renovierte Fachwerkhäuser an den Begrenzungspunkten des Klosterareals lassen auch heute noch einen Zusammenhang mit dem ehemaligen Kloster erkennen.

Regelmäßig finden Führungen durch das gesamte Klosterareal statt. Termine der Führungen erfahren Sie in der Tourist-Information im Rathaus in Öhningen, Telefon: 07735/819-20

Kattenhorn, ein Ortsteil von Öhningen, liegt am Nordufer des Untersees.
Anlässlich des 850-Jährigen Jubiläums im Jahre 2005 wurde ein Geschichtspfad durch den Ort angelegt, der interessierten Besuchern einige Stationen einer bewegten Ortsgeschichte vorstellt und einen Eindruck vermittelt vom Wandel der Zeiten.

Besonders sehenswert ist die Blasiuskapelle aus dem 16. Jahrhundert. Eine architektonische Perle unter den Baudenkmälern auf der Höri und bezaubernder Mittelpunkt von Kattenhorn. Die Kapelle wurde vor einigen Jahren innen und außen gründlich renoviert. Heute noch findet 14-tägig in der Kapelle ein Gottesdienst statt. Dieses Kleinod erfreut sich aber auch für Trauungen besonderer Beliebtheit.

Sehenswert ist auch die oberhalb Kattenhorns gelegene evangelische Petruskirche mit den großen Glasfenstern nach Entwürfen von Otto Dix.
Informationen aus dem Leben der evangelischen Kirchengemeinden auf der Höri erhalten Sie unter www.evKirche-hoeri.de
 

Petruskirche
Dixfenster in der Petruskirche
Blasiuskapelle

Die kath. Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Genesius in Schienen

steht in einer der schönsten und unberührtesten Gegenden am Bodensee, am Hang eines steilen und bewaldeten Höhenzugs, dem gleichnamigen "Schienerberg".

Das für den kleinen Ort Schienen überdimensionierte Gotteshaus prägt das Ortsbild und gibt zu erkennen, dass auch Schienen Sitz eines Klosters war. Dem Grundriss und dem schlichten Äußeren entspricht das Kircheninnere. Eine klare Geometrie von beispielhafter Einfachheit.    

Das Schicksal der Probstei und des Ortes war im 17. Jahrhundert auch stark von den Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges geprägt. Mittelpunkt der jahrhundertealten Marienwallfahrt ist das Gnadenbild „Maria mit dem Kind“. Eine Holzplastik aus dem Jahre 1430.
Die Wallfahrtskirche wurde 1959 gründlich restauriert und der Kirchenraum wieder in den Originalzustand um das Jahr 1000 zurückversetzt.
Im jährlich wiederkehrenden „Translationsfest“ wird in Schienen an vergangene mystische Begebenheiten erinnert. 

Informationen aus dem Leben der Kath. Kirchengemeinden auf der Höri erhalten Sie unter www.kirchen-hoeri.de

Das Museum Fischerhaus in Wangen

Das Museum Fischerhaus, eines der ältesten Gebäude am Ort, präsentiert eine Auswahl jungsteinzeitlicher Funde aus der Wangener Pfahlbaubucht am Hinterhorn. Die Erforschung der Pfahlbauten in Deutschland nahm hier 1856 durch den Wangener Bürger Kaspar Löhle ihren Anfang. Dort in der Wangener Bucht befanden sich vor 4000 - 6000 Jahren jungsteinzeitliche Siedlungen, die zu den ältesten am gesamten Bodensee gehören. Das Fischerhaus zeigt eine umfangreiche Sammlung von Keramikgefäßen, Stein- und Knochenwerkzeugen, Textilfunde aus Lein- und Lindenbastfasern, wie z.B. den berühmten "Wangener Hut".

Das Welterbekomitee der UNESCO hat auf seiner Sitzung 2011 in Paris insgesamt 111 Pfahlbausiedlungen rund um den Alpenbogen als Welterbe gekürt - darunter auch Wangen-Hinterhorn - und in die Liste als UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Im Museum Fischerhaus wird auch ein Querschnitt von Original-Fossilien aus den Öhninger Steinbrüchen gezeigt. Über 900 Tierarten und 450 Pflanzenarten aus der Urzeit vor 13 Millionen Jahren wurden ab dem 17. Jahrhundert wissenschaftlich beschrieben. Zu den berühmtesten Fundstücken zählt neben Schildkröten, Fischen und Pflanzen ein versteinerter Riesensalamander, der von dem Universalgelehrten Johann Jakob Scheuchzer aus Zürich 1725 irrtümlich als ein in der Sinflut umgekommener armer Sünder beschrieben wurde.

Besichtigungen, Führungen und Vorträge geben Aufschluss über unsere kulturelle Vergangenheit.

Öffnungszeiten: Das Museum ist von Mitte April bis Mitte Oktober geöffnet
dienstags bis samstags von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

www.museum-fischerhaus.de.

 

 
 
 
 
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